Holunder - ein Stück Zeitgeschichte durch die Jahrtausende

Der Holunder zählt zu den ältesten und vielseitigsten Heilpflanzen

...gänzlich alle Pflanzenteile des Holunders lassen sich verwerten... 

Holunderblüten - reichhaltig an Vitamin C und ätherischen Ölen
Holunderblüten - reichhaltig an Vitamin C und ätherischen Ölen
Reife Holunderbeeren - sehr reichhaltig an Flavonoiden und Vitamin C
Reife Holunderbeeren - sehr reichhaltig an Flavonoiden und Vitamin C
Holunderblätter - frische zu einer Heilsalbe verarbeitet - getrocknete für einen Tee
Holunderblätter - frische zu einer Heilsalbe verarbeitet - getrocknete für einen Tee
Holunderrinde - aus der Apotheke: Als Tee sehr gut gegen Rheuma, Gicht und Harnbeschwerden
Holunderrinde - aus der Apotheke: Als Tee sehr gut gegen Rheuma, Gicht und Harnbeschwerden
Holunderwurzel - reich an Gerbstoffen - wirkt Blutreinigend und bei Nierenschwäche
Holunderwurzel - reich an Gerbstoffen - wirkt Blutreinigend und bei Nierenschwäche

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“  Paracelsus (1493-1541)

Darstellung des Paracelsus in einem Gemälde von Quentin Massys
Darstellung des Paracelsus in einem Gemälde von Quentin Massys

...große Ärzte, Naturkundler, Heiler aller Epochen haben auf die Wirkung von Holunderblättern, -blüten, -beeren, -rinde und sogar Holunderwurzeln vertraut....

 

  • Bereits der berühmte griechische Arzt Hippokrates (5. Jahrhundert v. Chr.) erkannte schon die heilende Wirkung des Holunders und nannte ihn als seinen Medizinschrank.
  • Gajus Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.), römischer Feldherr, Staatsmann sowie leidenschaftlicher Naturkundler und Schriftsteller befasste u.a. ausführlich mit der Heilkraft des Holunder und widmete ihm allein 12 Bände.
  • Pedanius Dioskurides (ca. 50 n. Chr.), Naturforscher und Militärarzt, beschreibt in seiner fünfbändigen Heilpflanzenlehre Materia Medica sehr intensiv über die heilende Wirkung des Holunders.
  • Hildegard von Bingen (1098-1179), Äbtissin und Klostergründerin, erkannte die Vorzüge des Holunder und nutzte ihn für Schwitzbäder, Gichtleiden und vielem mehr.
  • Arzt und Reformator Paracelsus (1493-1541) studierte den Holunder besonders im Hinblick auf seine Giftstoffe und war von dessen heilenden Wirkung überzeugt.
  • 1651 beschreibt der Mediziner Dr. Blockwich in einer Übersetzung aus dem Lateinischen verschiedene Zubereitungsarten des Holunders und die Heilkraft der verschiedenen Planzenteile. Über 70 Krankheiten sollten sich zu jener Zeit schon mit Holunder heilen lassen. 
  • "Wasserdoktor" Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) schätze vor allem die Holunderbeeren und einen Tee aus Holunderwurzeln, "unschätzbar für Wassersüchtige".
  • Bestimmte vorbeugende und heilende Wirkungen des Holunders, vor allem bei Erkältungen und Grippe, werden auch vom Bundesgesundheitsamt bestätigt.